Flamencogitarren

Flamenca Blanca

Als "Blanca" wird traditionell eine Gitarre aus Zypressenholz bezeichnet. Neuerdings kann dies, mit ähnlichem Ergebnis, auch Ahorn sein.

Diese Gitarren sind der Inbegriff des Flamencosounds. Aufgrund Ihrer sehr leichten Bauart und des gewählten Tonholzes ergibt sich dieser unvergleichlich klare, perkussive und knackige Klang. Der Nachhall (Sustain) ist weniger ausgeprägt als bei "normalen" Konzertgitarren. Somit erhält der Spieler selbst bei den flamencotypischen Anschlagarten (rasgueados... etc.) eine gute Trennung der Töne.

Der Korpus ist meist etwas schlanker gehalten und die Saitenlage sowie der Abstand der Saiten zur Decke bedeutend niedriger. Dies bringt eine enormen Komfortgewinn bei den flamencotypischen Golpes.

Diese Gitarren sind nicht zuletzt aufgrund ihrer Lautstärke und des Durchsetzungsvermögens zur Tanz und Gesangsbegleitung prädestiniert.

 

 

 

Flamenca Negra

Als Negra bezeichnet man Instrumente mit dunklem Holz, vorwiegend findet heute ostindischer Palisander Verwendung. Aber auch viele andere Holzarten wie Padouk, Zebrano, Ovangkol, Bubinga, Cocobolo, Makassar Ebenholz etc. werden eingesetzt. Traditionell wurde brasilianischer Palisander (Rio Palisander) zum Gitarrenbau bevorzugt, dieser ist jedoch heute faktisch nicht mehr verfügbar. Den hier aufgezählten Holzarten wird es früher oder später ähnlich gehen und die Vorkommen aufgrund von Raubbau erschöpft sei.  Meine Hölzer sind ausschließlich FSC zertifiziert und stammen aus nachhaltiger Holzwirtschaft. Ein sorgsamer und verantwortungsvoller Umgang ist jedoch dennoch geboten.


Eine Flamenca Negra ist klanglich etwas breiter angelegt und eher als Soloinstrument geeignet.
Eine Negra klingt im Allgemeinen etwas moderner und ist auch für andere Stilrichtungen gut geeignet.