Decke,Boden und Zargen

Anfertigen der Decke des Bodens und der Zargen


Gitarrenboden aus Speierling
Gitarrenboden aus Speierling

Der Gitarrenboden wird aus zwei im "Spiegel" gesägten Hälften zusammengefügt.

Hier entsteht eine Gitarre aus heimischen Holz. Der Speierling wurde mir von der Firma Uhrholz zur Verfügung gestellt um eine Flamencogitarre daraus zu bauen.

 

Der Boden wurde nach dem Fügen auf seine entsprechende Dicke geschliffen (hier 1,8-2,0mm) und zugesägt.

 

Über der Ziereinlage und der Fuge wird ein Verstärkungsstreifen aus Mahagoni angebracht und die Bebalkung aus Cedro wird in einer Radius-Hohlform aufgeleimt.

 

Die Riegelung des Speierlings wird man erst später, nach der Oberflächenbearbeitung deutlich sehen!

 

Gitarrendecke fertig zum Bebalken
Gitarrendecke fertig zum Bebalken

 

Die Decke aus Engelmann-Fichte wurde gefügt und verleimt.
Die Schalloch-Rosette wurde eingelegt.

 

 

Die Decke wurde annähernd auf ihre End Dicke ausgearbeitet (1,9-2,5mm). Die Ausarbeitung der Dicke richtet sich nach der Biegesteifigkeit des verwendeten Holzes und des Kräfteverlaufs des späteren Seitenzuges. Die Dicke ist bei jedem Stück Holz anders zu bewerten.

 

Grundsätzlich liegt die End Dicke bei meinen Gitarren jedoch in einem Bereich von 1,8-2,5mm.

 

 

 

Im Zuge der Bebalkung und selbst beim fertigen noch unlackierten Instrument kann und muss hier noch nachjustiert werden.

 

 

 

Gitarendecke fertig bebalkt, Guitar Top with bracing
Gitarendecke fertig bebalkt

Decke fertig bebalkt!

Frequenzanalyse Gitarrendecke
Frequenzanalyse Gitarrendecke

Die Decke und Ihre Bebalkung werden von mir nach Gefühl abgestimmt.

Das bedeutet, dass ich versuche die Steifigkeiten längs und quer der Decke so durch bearbeiten der Leisten einzustellen, das die fertige Gitarre die gewünschten Eigenfrequenzen wiederspiegelt.

 

Dies geschieht im Grunde völlig intuitive. Zur Plausibilitätskontrolle vergleiche ich jedoch auch die Frequenzen der Decke mit anderen erfolgreich gebauten Gitarrendecken. Dies geschieht über eine simple Frequenzanalyse. Dieses Vorgehen darf man nicht zu ernst nehmen und sich ausschließlich darauf verlassen, jedoch zur Unterstützung ist es durchaus sinnvoll und gibt Orientierung.

 

Die erste Resonanz liegt bei ca. einen ,G#
Die zweite Resonanz bei einem d#.

Diese sehr tiefe Abstimmung verändert sich noch deutlich nach dem Zusammenabu und macht in der ersten Resonanz (Helmholzresonanz) dann einen Sprung auf ca. 90-105 Hz (F#-G#).

Zargen, Reifchen und Ziereinlagen gebogen!

Tentelones Peones Verbindung Zargen Decke
Tentelones zur Verbindung der Zargen mit der Decke

 

 

Der Hals und die Zargen wurden mit der Decke verbunden.

 

Die Zargen werden mittels "Tentelones" im spanischen ebenfalls "Peones" genannten Holzblöckchen mittels Haut Leim verleimt.

 

Die Zargen werden am Fußblock des Halses mit Keilen fixiert.

 

Diese Bauweise ist sehr traditionell und erlaubt viel Freiheit beim Zusammenbau. Ebenso werden dadurch die Bauteile nahezu spannungsfrei eingebaut, was sich auf die die Dauerhaftigkeit sowie den Klang des fertigen Instrumentes auswirkt.

 

 

Gitarrenboden mit Bebalkung
Gitarrenboden mit Bebalkung

Der Boden wird mit Balken versehen!

Gitarrenkorpus komplett
Gitarrenkorpus komplett

Der Korpus wird komplett zusammengefügt und der endgültige Halswinkel dadurch fixiert.

Fräsen der Randeinlagen Binding Purfling channel
Fräsen der Randeinlagen

Die Kanäle für die Rand- und Ziereinlagen werden gefräst.

Einleimen der Randeinlagen und der Zierstreifen.
Einleimen der Randeinlagen und der Zierstreifen.